
Review: DUS Rhein Lounge Düsseldorf

Dominik
Ich hatte mir den Besuch in der neu gestalteten DUS Rhein Lounge – vielen noch als Hugo Junkers Lounge bekannt – eigentlich etwas ausgiebiger vorgestellt. Dann kam der SkyTrain dazwischen: Er blieb mit uns an Bord am Flughafen Düsseldorf einfach stehen. Rund 3o Minuten hat uns das gekostet, und die fehlten am Ende genau dort, wo ich sie gern verbracht hätte: in der Lounge.
Diese Review ist also ehrlicherweise eher ein First Look als ein Langzeittest. Für einen belastbaren Eindruck von Layout, Atmosphäre und Angebot hat es trotzdem gereicht.

Der erste Eindruck nach dem Eingang: aufgeräumt, hell, deutlich moderner als früher. MEILENLOGIK
Lounge-Zugang: Priority Pass reicht
Der Lounge-Zugang war für mich unkompliziert: Der Check-in lief über Priority Pass (eines der größten Lounge-Zugangsprogramme weltweit, oft Bestandteil von Premium-Kreditkarten). Ansonsten ist der Zugang für Reisende ausgewählter Airlines in der Business Class inkludiert.
Gerade für alle, die ihren Lounge-Zugang primär über eine Kreditkarte mit Priority Pass abdecken, ist das die relevante Info – und in Düsseldorf ist die DUS Rhein Lounge damit eine naheliegende Anlaufstelle.
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Neuer Look: skandinavisch, heller, einladender
Der augenfälligste Unterschied ist der neue, moderne Stil. Die Lounge hat insgesamt einen minimalistischeren, skandinavischen Look bekommen – mit viel Holz und warmen Farbtönen, dazu Fischgrät-Parkett und große Fensterflächen. Sie wirkt heller, freundlicher und einladender als vorher – das ist keine Kleinigkeit, wenn man frühmorgens mit halb geöffneten Augen durch die Tür kommt.
Und: Es gibt viel Platz. Die Sitzbereiche sind großzügig verteilt, man sitzt nicht Schulter an Schulter mit dem Nachbarn, der gerade lautstark sein Quartalsmeeting vorbereitet.

Platz ist in der neuen DUS Rhein Lounge kein Problem. MEILENLOGIK

Viel Holz, warme Töne, klare Linien – der skandinavische Look zieht sich konsequent durch. MEILENLOGIK
Zwei Etagen – und oben neu: die Terrasse
Wie gehabt ist die Lounge zweistöckig. Und daran hat sich nichts geändert: Oben ist es im Allgemeinen ruhiger. Wer arbeiten oder einfach nur in Ruhe seinen Kaffee trinken will, geht die Treppe hoch.
Oben gibt es außerdem die eigentliche Neuerung: eine Terrasse mit Blick aufs Rollfeld sowie einen Raucherbereich. Frische Luft vor dem Flug und dabei den Flugzeugen beim Rollen zusehen – das ist für mich das Highlight des Umbaus. Terrassen sind in deutschen Lounges nach wie vor die Ausnahme, und entsprechend gern nehme ich so etwas mit.

Neu im Obergeschoss: der Raucherbereich auf der Terrasse mit Blick aufs Rollfeld. MEILENLOGIK
Essen & Trinken: bekanntes Angebot, neue lokale Note
Beim Essen und Trinken hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Wer die Lounge von früher kennt, findet sich am Buffet schnell zurecht – Brot und Brötchen, Aufschnitt und Käse, Obst, Joghurt, dazu Getränkekühlschränke und Kaffeevollautomaten.
Zwei Neuerungen gibt es trotzdem. Bei den Getränken steht jetzt eine Zapfanlage für Softdrinks – statt Flaschen oder Dosen also direkt vom Hahn.
Die zweite: Lokale Unternehmen werden eingebunden. Konkretes Beispiel: Brot und Brötchen kommen von der Bäckerei Bolten aus Duisburg. Das ist kein Paradigmenwechsel, aber ein sympathisches Detail, das der Lounge etwas mehr regionale Identität gibt als der übliche anonyme Brötchenkorb.
Beim Hard Product des Buffets – also Theken, Präsentation, Ausstattung – passt das Angebot jetzt jedenfalls optisch deutlich besser zum neuen Look.

Brot und Brötchen kommen jetzt von der Bäckerei Bolten aus Duisburg. MEILENLOGIK

Am Buffet hat sich auf den ersten Blick wenig verändert – nur die Bühne ist neu. MEILENLOGIK

Kaffee, Wasser, Kühlschrank – die Grundversorgung sitzt. MEILENLOGIK

Der Essbereich: viele Tische, wenig Gedränge – zumindest bei meinem Besuch. MEILENLOGIK
Toiletten: das größte Upgrade
Wenn ich einen Bereich nennen müsste, in dem der Umbau am meisten gebracht hat, dann sind es die Toiletten. Die waren in der alten Hugo Junkers Lounge ein echter Kritikpunkt, vor allem was die Sauberkeit anging. Jetzt sind sie komplett neu – und bei meinem Besuch auch sehr sauber. Ob das so bleibt, wird sich zeigen, aber der Start ist gemacht.
Ein kleiner Haken: Um zu den Toiletten zu gelangen, verlässt man die Lounge hintenraus und geht ein kurzes Stück über einen Gang. Klingt umständlicher, als es ist – in der Praxis ist das kein Problem.
Was es dagegen nicht mehr gibt: eine Dusche. Die hatte die alte Lounge noch. Ich selbst habe sie nie benutzt, insofern vermisse ich persönlich nichts – wer aber vor einem Langstreckenflug oder nach einer Nacht im Flieger gezielt auf eine Dusche in DUS gesetzt hat, sollte das wissen.

Früher ein Kritikpunkt, jetzt neu und sauber: die Toiletten der DUS Rhein Lounge. MEILENLOGIK
Mein Fazit
Die neu gestaltete DUS Rhein Lounge ist gegenüber der alten Hugo Junkers Lounge ein klarer Schritt nach vorn – vor allem optisch und räumlich. Minimalistischer, skandinavischer Look mit viel Holz und warmen Farbtönen, viel Platz, heller und einladender als zuvor. Die bewährte Aufteilung auf zwei Etagen bleibt, oben ist es weiterhin ruhiger, und die neue Terrasse mit Rollfeldblick (samt Raucherbereich) ist die Neuerung, die mir am meisten gefällt.
Das größte Upgrade sind aber die neuen, sauberen Toiletten – auch wenn man dafür kurz über einen Gang hinter der Lounge muss. Die Dusche ist dafür weggefallen.
Beim Essen und Trinken sollte man keine Revolution erwarten: Auf den ersten Blick ist vieles beim Alten. Neu sind die Zapfanlage für Softdrinks und die Einbindung lokaler Unternehmen wie der Bäckerei Bolten aus Duisburg – ein netter Ansatz.
Mein Eindruck bleibt – dem stehengebliebenen SkyTrain sei Dank – ein kurzer. Für alle mit Priority Pass oder einem Business-Class-Ticket einer der berechtigten Airlines ist die Lounge in Düsseldorf aber eine gute Adresse. Ich plane beim nächsten Mal jedenfalls einen Puffer ein. Für die Lounge, nicht für den Zug.
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Und jetzt du: Warst du schon in der neuen DUS Rhein Lounge – und hast du die Terrasse im Obergeschoss schon ausprobiert? 👇
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