Notizbuch mit handschriftlicher Meilenrechnung, Taschenrechner und Kaffee auf dunklem Holztisch
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Travelhacks wird Meilenlogik: Das ändert sich jetzt

Travelhacks Autor Dominik

Dominik

calendar_today 15.09.2026schedule 5 Min.

Ich habe diesen Blog vor einiger Zeit Travelhacks genannt, und ich kann mich noch gut daran erinnern, warum: Der Name war kurz, er war verfügbar, und er beschrieb ziemlich genau das Gefühl, mit dem ich damals angefangen habe – da gibt es ein System, und irgendwo in diesem System steckt eine Lücke, durch die man mit ein bisschen Geschick in der Business Class landet.

Das Gefühl stimmt immer noch. Der Name stimmt nicht mehr. Deshalb heißt dieser Blog ab sofort Meilenlogik.

Und nein, das ist kein Relaunch mit Trommelwirbel, kein „neues Kapitel", keine „Vision". Es ist eine Namenskorrektur, die ungefähr zwei Jahre überfällig war.

Handschriftliche Notiz, auf der ein alter Blogname durchgestrichen und ein neuer daruntergeschrieben wurde

Ein Name ist schnell geändert. Die Frage ist, ob der neue länger hält als der alte. MEILENLOGIK

Warum „Hacks" nicht mehr passt

Das Wort Hack verspricht etwas, das dieses Thema in Wahrheit fast nie einlöst: eine Abkürzung, die dauerhaft funktioniert.

Die ehrliche Bilanz aus den letzten Jahren sieht anders aus. Schlupflöcher werden geschlossen, oft von einem Tag auf den anderen. Programme stellen von der Award Chart (Prämientabelle) auf Dynamic Pricing um, und ein Sweetspot, den man monatelang eingeplant hat, ist plötzlich nur noch ein normaler Preis. Devaluations kommen selten mit Vorankündigung – „overnight devaluation" ist nicht umsonst ein feststehender Begriff in dieser Community. Und der Treibstoffzuschlag (YQ) frisst bei Miles & More zuverlässig einen Teil dessen weg, was die Meilenrechnung auf dem Papier verspricht.

Wie schnell ein gefeierter Hack verschwinden kann, hat zuletzt Lidl gezeigt

Was dagegen bleibt, ist die Rechenarbeit. Der Punktwert (cpp – cents per point), also (Cash-Preis − Steuern und Gebühren) ÷ Meilenanzahl. Die Frage, ob eine Aktion nach Abzug aller Gebühren wirklich besser ist als Bargeld. Die Entscheidung, wann man einen Burn zieht und wann man wartet. Das sind keine Tricks. Das ist Buchhaltung mit besserem Ausblick.

Genau das mache ich hier eigentlich seit dem ersten Artikel – nur stand die ganze Zeit ein Wort über der Seite, das etwas anderes angekündigt hat.

Warum ausgerechnet „Meilenlogik"

Der neue Name macht eine kleinere Zusage, aber eine, die ich halten kann.

  • Meilen ist das Thema. Miles & More, Flying Blue, Avios, Payback als Zulieferer, Hotelpunkte am Rand – aber der Kern sind und bleiben Meilen.
  • Logik ist die Methode. Nachvollziehbare Rechnung, offengelegte Annahmen, und ein Ergebnis, das auch mal „lohnt sich nicht" lautet.

Mir gefällt außerdem, dass der Name keine Begeisterung verspricht. Ein Sweetspot ist ein Sweetspot, weil die Zahlen ihn dazu machen – nicht, weil ich ihn so nenne. Wenn eine Aktion durchgerechnet mager aussieht, schreibe ich das hier künftig unter einem Namen, der dazu passt.

Ein gutes Beispiel für diese Art von Rechnung ist die Frage, ob sich Einlösungen trotz hoher Zuschläge überhaupt noch lohnen

Was sich für dich ändert

Ehrlich: wenig. Die Liste ist kurz, und das ist Absicht.

  • Der Name der Seite. Aus Travelhacks wird Meilenlogik.
  • Die Adresse. Aus travelhacks.blog wird meilenlogik.de.
  • Feed und Bookmarks. Alle alten Links redirecten auf die neue Domain. Ihr müsst also nichts anpassen.

Alles andere bleibt, wie es ist: alte Artikel, alte Kommentare, alte Rechnungen. Nichts wird gelöscht, nichts wird stillschweigend umgeschrieben. Wenn ich in einem zwei Jahre alten Beitrag danebenlag, bleibt das lesbar – das gehört bei diesem Thema dazu.

Reisender arbeitet am Laptop an einer Tabelle in einer ruhigen Flughafenlounge

Der unglamouröseste Teil dieses Hobbys ist der, der am zuverlässigsten funktioniert. MEILENLOGIK

Was sich nicht ändert

Das ist mir wichtiger als der Rest dieses Artikels.

  • Ich-Perspektive und echte Buchungen. Was ich hier durchrechne, buche ich in der Regel selbst – inklusive der Fälle, in denen es hinterher schlechter aussieht als vorher.
  • Nachrechenbarkeit. Meilenzahl, Steuern und Gebühren, Cash-Vergleichspreis, daraus der cpp. Wer meine Rechnung nicht mag, soll sie widerlegen können.
  • Kein Marketing-Sprech. Keine „unglaublichen" Deals, keine Ausrufezeichen-Ketten.
  • Kritik an den Programmen, bei denen ich selbst sammle. Mein Senator-Status bei Miles & More macht das Programm nicht besser, als es ist.
  • Die Themen. Award-Buchungen, Kreditkarten-Aktionen, Payback-Boosts als Teil eines Punkte-Stacks, Lounge- und Kabinen-Reviews, monatliche Promo Awards.

Wie eine konkrete Award-Buchung mit vollständiger Rechnung bei mir aussieht

Und wie die Suche nach Sweetspots ohne Treibstoffzuschlag praktisch abläuft

Ein kleiner Nachteil, den ich nicht wegreden will

Ein Namenswechsel ist nicht gratis. Ein Teil der Leute, die den Blog unter dem alten Namen kannten, findet ihn erstmal nicht wieder. Suchmaschinen brauchen eine Weile, bis sie den neuen Namen mit den alten Inhalten zusammenbringen. Verlinkungen von außen zeigen weiter auf den alten Namen.

Das ist der Preis, und ich halte ihn für vertretbar – aber es wäre unehrlich, das als reine Erfolgsgeschichte zu verkaufen. Wenn du diesen Blog irgendwo empfohlen hast: Der neue Name ist Meilenlogik.

Mein Fazit

Travelhacks hat versprochen, dass es Abkürzungen gibt. Meilenlogik verspricht, dass es eine Rechnung gibt – und dass ich sie dir zeige, auch wenn das Ergebnis unbequem ist.

Das ist weniger aufregend als ein Hack. Es hält aber länger als der nächste Schlupfloch-Schluss, und es funktioniert auch dann noch, wenn das nächste Programm über Nacht seine Prämientabelle abwertet.

Inhaltlich geht es hier direkt weiter, als wäre nichts gewesen. Nur eben unter einem Namen, hinter dem ich ohne Augenrollen stehen kann.


Und jetzt du: Hat dich der Name Travelhacks damals hergeführt – und wie klingt Meilenlogik für dich, ehrlich? Kritik ist ausdrücklich willkommen. 👇

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